top of page

Torak - Götterstreit

Buch 1 der Torak-Trilogie

Buch "Torak - Götterstreit" als Print-Buch (Paperback) oder als eBook

In einer Welt, in der sich Götter bekriegen und Menschen zu Spielsteinen werden, lebt Torak ein langweiliges Leben im Stillen Wald. Doch als ein verheerendes Feuer sein Zuhause zerstört, öffnet sich für ihn die Tür zu einem gefährlichen Abenteuer. An der Seite rätselhafter Fremder – und getrieben von einer verhängnisvollen Faszination für die undurchschaubare Nelairi – wird er in den Mahlstrom eines gnadenlosen Götterkrieges gezogen.

Umringt von fremdartigen Wesen, tödlichen Intrigen und gefährlicher, unverblümter Erotik balanciert Torak zwischen Loyalität und Verrat. Die Suche nach seiner Herkunft führt ihn in verborgene Reiche und offenbart ihm seine Gabe, ebenso mächtig wie verderblich – ein Segen, doch gleichzeitig ein Fluch.


Der Auftakt der Torak-Trilogie – episch, düster und durchzogen von schwarzer Magie. Eine High-Fantasy-Geschichte, die packt, verführt und nicht mehr loslässt.

HörprobeTorak - Götterstreit
00:00 / 04:59
Altes Papier

Düster, sinnlich, kompromisslos – zwischen Dark-Fantasy und Erotik, ohne in Kitsch abzurutschen.

iStock-920143058.jpg

Erhältlich als ...

Clip Buch.png

Soft-Cover

Format A5, 354 Seiten,
3 Illustrationen
16,95 €

ISBN: 978-3-982-55845-5
Btn_Amazon.png
Btn_Tredition.png
Btn_Hugendubel.png
Btn_Thalia.png

5,99 €

oder kindleunlimited

eBook (Kindle)

Btn_Amazon.png

Hörbuch

10:17 Stunden

ISBN: 978-3-9825-5847-9
Praktisch überall, wo es Hörbücher gibt.
Btn_Audible.png
Btn_BookBeat.png
Btn_Spotify.png
Btn_deezer.png
Btn_Genialokal.png

»Da rein!«, rief es plötzlich von hinten, und Torak trat durch
eine niedrige Tür in einen Raum zu seiner Rechten. Hier war es dunkel, nur in einer Ecke glommen Reste eines Feuers. Es roch nach Kohlenrauch und irgendetwas Säuerlichem, das er nicht einordnen konnte.

 

Die Wachen folgten ihm in den Raum und entzündeten zwei weitere Öllampen. Nun konnte Torak sich umsehen. Er befand sich in einer Art Schmiede. Was er für ein fast verloschenes Feuer gehalten hatte, waren Kohlen in einer Esse, darüber hing ein rußgeschwärzter Abzug. An der Wand lehnte eine Reihe von Schmiedewerkzeugen, vornehmlich Hammer und Zangen. Der größte Teil des Raumes wurde von einem massiven niedrigen Tisch eingenommen.
 

»Da rauflegen!«, sagte einer der Wächter. Augenblicklich
erkannte Torak seinen Irrtum. Seine Knie wurden weich und sein Herz begann zu rasen. 
Nein, um alles in der Welt würde er sich nicht auf diesen Tisch legen.

Nelairi.jpg

Prolog

In der Kühle der Nacht war vom Fluss her ein dichter Nebel aufgestiegen. Mit kalten Fingern tastend hatte er erst die Niederungen verschluckt, um anschließend auch die höher gelegenen Felder und das kleine, am Rand des Schlachtfeldes liegende Dorf einzunehmen. Er dämpfte die verzweifelten Schreie der Sterbenden und verbarg das allgegenwärtige Grauen unter seinem flüssigen Leichentuch – doch der warmen Frühlingssonne des nächsten Morgens vermochte er nicht lange standzuhalten. 

Zuerst kamen die Krähen. In Schwärmen landeten sie zwischen den Toten und begannen sogleich, sich mit lauten Rak-Rak-Rak-Rufen um das im Übermaß vorhandene Fleisch von Menschen und Pferden zu streiten. Kurz darauf folgten die ersten menschlichen Leichenfledderer. Einige der letzten verbliebenen Händlerinnen und Huren, die den im Laufe der Monate immer kleiner gewordenen Armeen bis zum bitteren Ende gefolgt waren, aber auch ein paar ältere Frauen aus dem Dorf wollten sich für die lange, entbehrungsreiche Zeit entlohnen lassen. Mit flinken Fingern durchsuchten sie die Kleidung der Krieger, kurze Messer durchtrennten widerspenstige Stoffe und die Kehlen derer, die es versäumt hatten, die Nacht zum Sterben zu nutzen.

Sydoras Bewusstsein setzte in dem Moment wieder ein, als sich eine kalte Hand tastend in ihr Wams schob. Sie riss die Augen auf und blickte in das faltige Gesicht einer alten Frau. Mit einem überraschten Keuchen fuhr diese zurück. Zweifellos hatte sie ihr halb unter dem Körper eines gewaltigen Schlachtrosses verborgenes Opfer für tot gehalten. Doch schnell bekam sich die Alte wieder unter Kontrolle, denn Sydora sah nun eine blutige Klinge auf ihren ungeschützten Hals zukommen. Ihre Gedanken rasten. Noch am Vortag hätte selbst eine durchtrennte Kehle sie unmöglich töten können. Aber heute war ein Großteil ihrer Göttlichkeit aufgezehrt, und sie musste dankbar dafür sein, dass sie trotz gebrochener Rippen und zerquetschter Organe wieder zurück ins Leben gefunden hatte. Damit wurde die Frau zu einer ernsten Bedrohung.

Hastig versuchte Sydora, nach dem Geist ihrer Angreiferin zu tasten, doch zu mehr als einer kurzen Berührung, die ihr eine ärmliche Hütte und einen kleinen Ziegenstall zeigte, war sie nicht in der Lage.

Als die Alte ihr Messer in Sydoras Hals stieß, trafen sich die Blicke der beiden Frauen. Das genügte Sydora. Statt mühsam in den Geist der Alten einzufallen, um ihn mit Trugbildern und namenloser Angst zu füllen, ließ sie die Greisin einen Sekundenbruchteil an ihrem Denken teilhaben. Fast belustigt sah sie, wie sich die Haut der Frau aschfahl verfärbte, wie sie zitternd vor ihr zurückwich um dann, nur wenige Schritte entfernt, zusammenzubrechen. Der beschränkte menschliche Verstand war nun mal nicht als Gefäß für die Gedanken von Göttern geeignet. Und am allerwenigsten für die von Sydora.

bottom of page