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Wie viel Freiheit darf ein Leben ohne Schmerz kosten?
Acht Jahre Ausbildung. Der erste Stern auf der Schulter. Zwei Wochen Landurlaub auf der alten Erde. Lian reist als Maschinistin auf der Themis, einem vierzig Jahre alten terranischen Frachter.
Doch im Sonnensystem stimmt etwas nicht. Kein Funkverkehr. Keine Flugbewegungen. Und der Mond fehlt – keine Trümmer, keine Strahlung. Es hat ihn nie gegeben.
Die Schiffs-KI meldet es ohne jede Regung – und leugnet, was die Crew am eigenen Leib erfährt. Sie irrt. Oder sie lügt. Jede Messung sagt: Erde. Alles andere sagt: falsch. Und diese Welt ist nicht leer.
Eine Kolonistin, die an die Ordnung glaubt. Ein Kommandant, der an nichts mehr glaubt. Und ein erster Kontakt mit etwas, das nur ihr Bestes will.
»Die siebzehnte Iteration« ist ein Science-Fiction-Thriller, der den Leser in einen Frachter ohne Fenster sperrt: eine Erde, die keine ist, ein Erstkontakt, bei dem die Menschheit nicht gefragt wird. Und eine künstliche Intelligenz, die niemals droht, immer gewinnt – und recht haben könnte.

»Dies hier ist die Hölle. Eine ganz spezielle Hölle. Nur für uns.«
FLYNN, KOMMANDANT DER THEMIS
WAS DICH ERWARTET
Hard Science-Fiction, wie sie sein soll: physikalisch geerdet – und trotzdem voller Rätsel.
Physik ohne Gnade
Keine Wunderantriebe, keine Abkürzungen. Jedes Manöver kostet Treibstoff, jede Rettung kostet Zeit – und beides ist verdammt knapp.
I
II
Eine KI, die niemals droht
Sie meldet jede Abweichung, höflich und ohne Regung. Nur das, was die Crew am eigenen Leib erfährt, bestreitet sie. Sie irrt. Oder sie lügt.
III
Zwei, die nichts gemeinsam haben
Eine Maschinistin mit dem ersten Stern auf der Schulter. Ein Kommandant, den der Krieg nie losgelassen hat. Und ein Schiff, das ihnen keine Wahl lässt.
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Die Themis – terranischer Frachter der Titan-Klasse
AUS DEM ERSTEN KAPITEL
Das letzte wirkliche Abenteuer der Menschheit
»Deine Herzfrequenz ist deutlich erhöht.«
Die Stimme ihres Begleiters, den sie als goldfarbenes Schmuckstück hinter ihrem linken Ohr trug, war leise und warm wie immer. »Entspann dich. Die Gemeinschaft hat dich auf alles vorbereitet. Du schaffst das.«
Lian nickte unbewusst. Tatsächlich schlug ihr Herz wie nach einem Tausendmeterlauf. Aber etwas Aufregung würde Bidi ihr ja wohl zugestehen.
Ein dumpfes Rumpeln lief durch den Rumpf des Orbiters, dann ergriffen die Klammern der Station mit hartem Schlag das Shuttle. Lian zuckte zusammen.
Irgendwo unter ihr zischte es, und der feste Griff der Gurte um Brust und Schultern löste sich. Sie atmete tief durch, öffnete das Gurtschloss und wand sich aus dem Geschirr. Was eine Reihe vor ihr ganz einfach aussah, wurde augenblicklich zu einer ungeschickten Verrenkung, als der linke Gurt sich in ihrer Schulterklappe verhakte. Sie setzte zu einer Drehung an, doch ihr Körper trieb bereits in die Höhe. Hastig fasste sie nach dem Griff am Vordersitz und presste sich wieder in eine halbwegs sitzende Position. Sie schob die Füße in die Haltelaschen und angelte nach dem Rucksack, der vor ihr aufstieg.
»Erst die Hand, dann der Körper«, sagte Bidi.
Als hätte sie das nicht selbst gewusst.
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